FLINGERN
In Flingern-Nord ist alles ein wenig alternativ, die 21.000 Einwohner sind noch etwas unkonventioneller als der Rest der Stadt. Mieten und Milieu entsprechen der sozialen Infrastruktur eines Arbeiterviertels, und das hat Kreative, reich an Ideen, arm an Kaufkraft, schon seit Jahren angezogen. Alteingesessene Modedesigner residieren einträchtig neben Newcomern wie Revolver. Kleine Unternehmen der Gastro- und Shoppingszene werden in rasantem Tempo erfunden, eröffnet, geschlossen, verworfen, neu erfunden, wiedereröffnet. Flingern ist das kreative Kraftwerk der Stadt, hier schläft man gern etwas länger, was sich auch auf die Öffnungszeiten auswirkt. Was es aktuell in Flingern zu sehen, zu erleben, zu genießen und zu kaufen gibt, erfahren Sie unter anderem auf der sehr originellen Website kaufhaus-flingern.com. Oder Sie warten, bis Mike Driessen und Benjamin Ellenberger auftauchen, die als Captain Flingern den Stadtteil seit Jahren mit originellen Partys und Events überziehen. Was sie aktuell anstellen, erfährt man ausschließlich über captain-flingern.de oder per Gerüchteküche. Traditionell an Flingern ist einzig der heiß geliebte Fußballclub Fortuna Düsseldorf, der hier kein Stadion hat, aber den Vereinssitz. (merian)
Flingern-Nord hat sich in den vergangenen zehn Jahren so umfassend verändert, dass Studenten und junge Künstler von den einst sehr günstigen Mieten nur noch träumen können. Dennoch bleibt Flingern-Nord beliebt. Denn dort kann man vor allem eins: gut leben. Flingern-Nord wird oft mit dem New Yorker Stadtteil Soho verglichen oder mit Notting Hill in London. Auch Berlin-Prenzlauer Berg ist immer wieder im Gespräch. Jung und kreativ – der Stadtteil im Düsseldorfer Osten gilt als Szeneviertel. Stellvertretend dafür stehen Acker-, Linden- und Hermannstraße: Straßen, an denen in den vergangenen Jahren zahlreiche ungewöhnliche Geschäfte eröffnet haben, an denen Flaneure eine Vielzahl an Cafés finden, Künstler in kleinen und großen Galerien ausstellen, und wo auch Bewohner anderer Stadtteile immer wieder durch die Straßen bummeln, um einzukaufen oder auszugehen. (rp)